Der Lotse geht von Bord


Thomas Schuett gibt nach 32 Jahren den Vorsitz des VC-DJK Passau ab

 

Eine Würdigung:


Amtsübergabe nach 32 Jahren: Klaus Schachtner dankt dem Vorgänger
Amtsübergabe nach 32 Jahren: Klaus Schachtner dankt dem Vorgänger

1984 wird ein junger Mann namens Thomas Schuett vom Amtsgericht zum Notvorstand des VC bestellt, dem es gelingt, die immense Herausforderung zu meistern. Er konsolidiert den Club und macht anschließend aus der Not eine Tugend, bleibt für weitere drei Jahrzehnte am Ruder.

 

Er steuert den VC in ruhigere Gewässer, nun fernab der großen Erstligabühne und der damit verbundenen Risiken - aber weiterhin mit dem Anspruch, engagierten Volleyballsport zu betreiben. Kein Geheimnis macht er um sein Ziel, den VC zumindest wieder in die Bayernliga zu führen. Dieser Wunsch bleibt unverwirklicht, immerhin sind Damen und Herren als langjährige Mitglieder der Landesliga oft nicht allzu weit entfernt.

 

Der "ewige Vorsitzende" beschränkt sich keinesfalls aufs Präsidielle. Er ist in vielen Jahren selbst Trainer - und stets auch Organisator, Helfer, Anpacker. Er unterstützt die gemeinschaftlichen Aktivitäten im Verein: Erlebnistouren, Fahrten ins In- und Ausland, kleine und große Feierlichkeiten. Unter seiner Ägide erlangt das "Maidultturnier" Kultstatus, das jüngst als "Passauer Freizeitturnier" eine kleine Renaissance erlebt.

 

Eine 32-jährige Amtszeit bringt manchen Umbruch mit sich. Spieler, Trainer und Mitstreiter kommen und gehen. Thomas bleibt - unerschütterlich - die Konstante. Große Unterstützung erfährt er dabei auch innerfamiliär: seine Söhne Marco und Dominik sind ebenfalls langjährige Funktionsträger des Vereins.

 

2016 gibt er nun den Vorsitz ab. Der VC schuldet ihm großen Dank und Respekt! Auf Grundlage seines Wirkens wollen wir den Verein weiter positiv gestalten und gemeinschaftlich erfüllen.

Und das ist keinesfalls als Abgesang gemeint. Wir bauen weiterhin auf Thomas, der zwar seine Amtsgeschäfte beendet hat, aber natürlich ein volleyballerisch denkender Mensch bleibt. Als Trainer ist er weiterhin eingebunden, dem VC will er zudem mit Rat und Freundschaft treu bleiben!

Danke, Thomas!

 

Für alle, die zu jung oder zu alt sind, sich zu erinnern, hier ein paar Fakten von vor zweiunddreißig Jahren:

 

1984 in Deutschland und der Welt:

  • Die sozialistischen Staaten boykottieren die Olympischen Spiele in Los Angeles.
  • Richard von Weizsäcker wird neuer Bundespräsident.
  • Angela Merkel arbeitet als Chemikerin für die Akademie der Wissenschaften der DDR.
  • Es gilt noch keine Anschnallpflicht in Pkws.
  • Ein Anruf in öffentlichen Telefonzellen kostet zwei Groschen.
  • „Männer“ von Herbert Grönemeyer stürmt die Charts.
  • Der VfB Stuttgart wird knapp vor dem HSV deutscher Fußballmeister.
  • Als bestes Auto des Jahres wird der Fiat Uno prämiert.
  • Das Wort des Jahres lautet: "Umweltauto".

 

        1984 im Volleyballsport:

  • Volleybälle sind noch weiß bis gräulich.
  • Punkte können nur bei eigenem Aufschlag erzielt werden, der allerdings vom Gegner geblockt werden darf.
  • Die Aufschlagzone ist 3 Meter breit.
  • Technische Fehler bei der Ballbehandlung werden streng geahndet.
  • Die Liberoposition ist noch nicht erfunden.
  • Bei den olympischen Spielen sorgen die Brasilianer mit der bisher kaum bekannten Methode des Sprungaufschlags für Furore.
  • Und: die Volleyballer des VC Passau schlagen in der Bundesliga auf, befinden sich aber gerade in schwerer finanzieller Schieflage.


Thomas' Wirken im VC in einigen Bildern:

(für Informationen: anklicken)