Herren 1: Das Beste zum Schluss

BL Männer: Passau - Fürstenzell 3:0 (11,6,13) / Passau - Deggendorf II 2:3 (-23,17,-23,21,-11)

Saisonbestleistung geliefert, Tabellenplatz drei abgesichert - Herren 1 begeistern zum Abschluss

Höchste Befriedigung bei den 1. Herren: Erst ein erfrischender Quickie gegen Fürstenzell, danach besorgten Kapitän Tom Täschner und die Teamkollegen es sich gegen Meister Deggendorf über zwei Stunden so richtig.

Zuspieler Florian Rückert macht die Luke dicht
Zuspieler Florian Rückert macht die Luke dicht

(5.3.18) - Trainer Alex Grill hatte in dieser Saison mit dem Aufstieg in die Landesliga schon geliebäugelt, doch die Leistungen seiner Männer reichten dafür am Ende nicht aus. "Platz 3 geht in Ordnung, Deggendorf und Landshut waren stärker. Unsere Entwicklung ist positiv", bilanziert Grill. Sein Team kann sich zugutehalten, in ziemlich vielen Spielen ziemlich gut gespielt zu haben. Stabilität und Beständigkeit wollten sich aber nicht einstellen. Ein wirklich störungsfreier Gesamtauftritt wollte nicht recht gelingen - am Samstag war es dann soweit:

 

Da gelang gegen Fürstenzell der deutlichste Sieg der Saison. Fairerweise muss man sagen, dass hier zwei Duellanten mit unterschiedlichen Waffen antraten. Fürstenzell fehlten die Mittel gegen die Passauer Durchschlagskraft. Bemerkenswert war, wie konzentriert und vehement die Überlegenheit ausgespielt wurde. Nach 45 Minuten war die einseitige Begegnung beendet.

 

Da lieferte man über zwei Stunden eine absolute Topleistung gegen Meister Deggendorf II. Der TSV verfügt über zahlreiche Spieler mit Erfahrungen in weit höheren Ligen, hat daher in der Bezirksliga eigentlich nichts verloren und verabschiedet sich zu Recht in Richtung Landesliga. "Wenn du gegen die nicht dein Top-Volleyball zur Hand hast, wirst du überrollt", sagt H1-Mittelblocker Ben Schriever. So geschehen im Hinspiel. "Da haben sie uns in unsere Einzelteile zerlegt."

Diesmal nicht. Diesmal war Passau bereit.  Zwei Teams auf Augenhöhe zelebrierten ein hochklassiges Match, das weit mehr bot, als in der Bezirksliga üblich. Beide Annahmeriegel standen trotz druckvoller gegnerischer Aufschläge robust. Es hagelte knallharte, nicht zu verteidigende Angriffe, andere wurden trocken im Block weggegriffen oder, teils spektakulär, abgewehrt. Da sich zudem keine Seite eine nennenswerte Eigenfehlerquote leistete, blieb das Spiel bis zum Ende spannend und wurde zu Recht erst im Tiebreak entschieden. Dieser endete 15:11 für Deggendorf.

Wenn man nur knapp verloren hat, fragt man sich normalerweise, wo man den Sieg hat liegen lassen. Daran verschwendeten die H1 jedoch keinen Gedanken. Zu gut war die Leistung jedes Einzelnen gewesen. Trainer Grill reagierte, angesprochen auf die Gründe für die Niederlage, unwirsch: "Was soll diese dämliche Frage? Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Wir haben heute alle Zuschauer begeistert." In der Tat waren manche Passaufans nach Schlusspfiff minutenlang nicht ansprechbar - sie grübelten, wann sie das letzte Mal ein so starkes VC-Männerteam gesehen hatten wie an diesem Tage. Gemeinsam mit Fans und den "Herren Zwo" feierten die Spieler noch ausgiebig bis in die Nacht und gehen nun frohgemut in die verdiente mehrwöchige Trainingspause.

 

Währenddessen planen  Grill und sein Co Schriever bereits die kommende Saison. Nachdem die Mannschaft sich im Laufe des Jahres spielerisch gefunden und eingespielt hat, liegt das Ziel auf der Hand: "Der Spieltag heute muss unsere Blaupause sein, Wenn wir stabil auf diesem Niveau agieren können, ist die Landesliga nicht weit", so Schriever. Positiv: Der bisherige Kader wird weitgehend zusammenbleiben, lediglich der knie- und schultergeplagte "Käptn" Tom Täschner muss hinter seine Einsatzfähigkeit noch ein Fragezeichen setzen.

Einen Verlust gilt es leider zu verkraften: Mittelblocker Mario Sperl verlässt Passau und den VC, er studiert künftig in München. Sein Abschied trifft die Mannschaft dreifach. Erstens spielerisch, denn seine Durchschlagskraft im Angriff wird schwer zu ersetzen sein, zum Saisonabschluss war er nahezu "unstoppable". Zweitens finanziell, denn er war ein gefürchteter Strafgeldeintreiber ("Mayo Inkasso"). Und nicht zuletzt natürlich menschlich, aber München ist ja nicht aus der Welt, sodass er mit den alten Mitspielern sicher in engem Kontakt bleiben wird. (bs)


Herren 1: Besser Sellerie als gar nix

Teamgeist ungebrochen: die Herren 1
Teamgeist ungebrochen: die Herren 1

Bezirksliga Männer: Steinach - Passau 0:3 (-22,-14,-20) /

Niederviehbach II - Passau 0:3 (-11,-9,-13)

(8,2,18) - Bereits zu Weihnachten war der Aufstiegszug mit der Niederlage gegen den VfL Landshut quasi abgefahren. Nach dem nicht eingeplanten 1:3 gegen den VC Eitting zu Jahresbeginn war es dann endgültig: Die 1. Herren spielen bis Saisonende lediglich um den goldenen Staudensellerie. Dieser scheint überraschend gut zu schmecken, Jedenfalls ist das Team alles andere als in ein Motivationsloch gefallen. Am Wochenende gelangen bemerkenswerte Leistungen gegen zwei Gegner aus der unteren Tabellenregion. Die Siege waren insoweit nicht überraschend, deren Art und Weise schon.

 

Die Gegner präsentierten sich an diesem Spieltag besser, als es die Tabelle vermuten ließ. Bereits das Match der beiden gegeneinander war sehenswert und endete im Entscheidungssatz knapp mit 15:13 für Niederviehbach. Und so war klar, dass die H1 sich nicht auf gegnerische Schwächen würden verlassen können. Stattdessen brauchte man einen starken eigenen Auftritt - und dieser gelang.

 

Nachdem sich am vorletzten Spieltag die eigene Annahme und am letzten der eigene Aufschlag verabschiedet hatten, fanden sich nun beide wieder ein - und zwar gleichzeitig! Die anderen Spielelemente funktionierten ebenfalls sicher und die Männer vom Grill versprühten Spielfreude: Die Zuspieler hielten das Tempo hoch und ihre Pässe konsequent unterhalb der Schneefallgrenze. Die Angreifer schlugen nicht nur geradeaus, sondern auch mutig links oder rechts. Der Block griff aggressiv zu und in der Abwehr kratzte jedermann gefühlte fünf Bälle mehr vom Parkett als in den vergangenen Spielen. Zudem verkniff man sich nennenswerte Schwächephasen und da Leistung sich lohnt, konnten verdiente 6 Punkte und 6:0 Sätze verbucht und angemessen gefeiert werden. Erwähnt werden muss in diesem Zuge die wiederentdeckte Sangesfreude: Das bisher erbärmliche Schlachtrufrepertoire ("Hep" - "Hep") wurde während des Tages massiv ausgebaut. Weiteres Zeichen des intakten Teamgeists: Sogar der verletzte Libero Michel Storch trat nach seinem Bänderriss auf Krücken die Fahrt nach Steinach an, um die Kollegen zu unterstützen.

 

Beim letzten Saisonspieltag am 3. März daheim in der Dreifachhalle wollen die H1 zunächst mit einem Sieg gegen Fürstenzell den dritten Platz absichern und dann vielleicht den TSV Deggendorf II ärgern, dem man mit einem Punktgewinn noch die Meisterschaft verhageln könnte. (bs)


Herren 1 legen Aufstieg ad acta

Bezirksliga Männer: Passau - Plattling 3:0 (17,16,9) / Passau - Landshut 1:3 (19,-19,-24,-13)

(22.12.17) - Wäre, hätte, könnte. Insbesondere nach verpassten Chancen ist der Griff zum Konjunkitv zu Recht verpönt. Deswegen wird auf folgende Fragen an dieser Stelle verzichtet: Was wäre gewesen, wenn die 1. Herren im dritten Satz bei 24:23 nach eigener Feldabwehr den Ball entschlossen ausgespielt hätten? Was, wenn im folgenden Ballwechsel die Zentimeterentscheidung des Schiedsgerichts anders ausgefallen wäre? Stattdessen der nüchterne Blick auf die Fakten: Auch das dritte Duell mit einem der zwei Topteams der Liga ging verloren, somit kann der Aufstieg wohl ad acta gelegt werden.

 

Die Ausgangslage vor dem Spiel gegen Landshut war klar: Nur ein 3:0 oder 3:1 bleibt die realistische Hoffnung auf Platz 1 oder 2 am Saisonende erhalten. Landshut seinerseits ist bei einem Sieg zumindest Platz 2, und damit die Teilnahme am Playoff zur Landesliga, kaum mehr zu nehmen. Beide Teams waren also hoch motiviert und so ging es voll zur Sache. Der Verlauf aus VC-Sicht:

Satz 1: Die Annahme wackelt, wie leider diesmal am gesamten Spieltag. Doch diese Schwäche wird durch hervorragende Angriffe kompensiert, insbesondere Gerrit Eichinger setzt sich entscheidend durch. Zudem wird im Block ein paar Mal schön zugepackt - 25:19. Satz 2: Acht verschlagene Aufschläge, Landshut nahezu fehlerlos - 19:25. Satz 3: Es wird hektisch, spitzt sich zu: leichte Fehler, großartige Aktionen, Diskussionen mit dem Schiedsrichter. Bei 24:23 hat man die große Chance, die A6mpel auf grün zu stellen, vergibt aber (siehe oben) - 24:26. Satz 4: Die Enttäuschung ist spürbar, es läuft nicht mehr viel zusammen. Landshut gelingt alles - 13:25.

 

Die Tür zur Landesliga ist somit zu. Sie würde sich nur bei Patzern eines der Konkurrenten wieder öffnen. Damit ist eigentlich nicht zu rechnen: Deggendorf ist, jedenfalls in Bestbesetzung, die klar stärkste Mannschaft der Liga. Und Landshut zeigt sich bisher beeindruckend konstant und hat noch überhaupt nichts liegenlassen. H1-Trainer Alex Grill bleibt Realist: "Wenn wir am letzten Spieltag plötzlich doch noch Aufstiegschancen haben sollten, werden wir uns gerne damit beschäftigen. Aber vorerst kümmern wir uns darum, unsere Spiele zu gewinnen und Platz 3 abzusichern. Dann hätten wir keine herausragende, aber doch eine gute Saison gespielt."

 

Tatsächlich bot der bisherige Saisonverlauf nämlich auch einige Lichtblicke. Es gab souveräne Siege gegen Mannschaften, gegen die man sich in der Vergangenheit noch oftmals schwergetan hatte. Die jungen Spieler haben große Leistungssprünge gemacht, weitere sind zu erwarten. Und: Bittere Niederlagen bieten ja immerhin die Gelegenheit, die notwendigen Schlüsse aus ihnen zu ziehen. (bs)


Wiedererstarkte Herren 1 zur Saisonhalbzeit auf Platz 3

Für seine Blockstatistik zum Goldjungen gekürt: Philemon Wrensch
Für seine Blockstatistik zum Goldjungen gekürt: Philemon Wrensch

Bezirksliga Männer:

Fürstenzell - Passau 0:3 (-16,-11,-13)

Niederviehbach III - Passau 1:3 (21,-8,-8,-19)

(6.12.17) - Bereits in den Übungseinheiten zuvor hatte sich die gute Leistung abgezeichnet. "Bei uns geht's im Training voll zur Sache. Viele Spieler sind in wirklich guter Verfassung", konstatiert H1-Trainer Alex Grill.

Dessen Team scheint die glatte Niederlage gegen Deggendorf vom Spieltag zuvor also gut aus den Trikots geschüttelt zu haben und fuhr zum Abschluss der Hinrunde zwei ungefährdete Siege ein.

 

Positiv erwähnenswert: Mittelblocker Wrensch steuerte satte 20(!) Blockpunkte bei, Gerrit Eichingers Angriffe erreichten stellenweise Stärke 4,5 und Jona Piekniks Flatteraufschläge waren messerscharf. Zudem bekommen die Pritscher Pöhls und Rückert von ihrem Zielwasserproduzenten zur Zeit gute Ware geliefert. Die taktische Maßgabe, wieder verstärkt den eigenen Schnellangriff einzusetzen und das Angriffsspiel darüber hinaus breit anzulegen, wurde gut umgesetzt und trug Früchte. "Es wird für uns Außenangreifer um so einfacher, je mehr wir bereits in der Mitte wegmachen", so Pieknik.

 

Nicht verschwiegen werden soll der Satzverlust gegen Niederviehbach nach zehn Drecksminuten mit wackliger Annahme und sieben verschlagenen Aufschlägen. Nicht verschwiegen werden soll die Antwort auf den einzigen kleinen Rückschlag des Tages: Die nächsten beiden Sätze wurden jeweils mit 25:8 gewonnen. "Ich bin kein Befürworter von Schwächephasen, aber unsere Reaktion war schon stark", sagt Kapitän Täschner.  Nach verwandeltem Matchball stellte Coach Grill seinen Athleten für beide Partien ein gutes Zeugnis aus: "Ein paar Details haben mir nicht gefallen, insgesamt war die Leistung aber schwer in Ordnung." Das fanden die Spieler auch und feierten gemeinsam mit den ebenfalls siegreichen 2. Herren ausgelassen im Hacklberger Bräustüberl.

 

Bilanz zur Halbzeit der Saison: Die 1. Herren liegen verdientermaßen auf Platz 3 der Tabelle, blieben dabei gegen die dahinter platzierten Mannschaften ohne jeden Punktverlust. Gegen die Teams auf den Aufstiegsplätzen stehen zwei Niederlagen zu Buche, wobei man beim 2:3 gegen den VfL Landshut lange auf Siegkurs unterwegs gewesen war. Gegen den TSV Deggendorf war man chancenlos. Für kurze Aufregung sorgte der jüngste 3:2-Sieg von Landshut über den - allerdings stark ersatzgeschwächten - TSV, ehe mathematisch bewanderte VC-ler herausfanden, dass sich die Ausgangslage im Grunde nicht geändert hat: Die 1. Herren haben bei einem Sieg am 18.12. gegen Landshut den Aufstieg weiterhin in eigener Hand. Aus einer guten Saison kann also noch eine sehr gute werden! (bs)


Herren 1: Nix zu holen gegen Deggendorf

Bezirksliga Männer: Deggendorf – Passau 3:0 (19,11,19) / Eitting – Passau 1:3 (-21,-21,18,-25)

 

(12.11.17) - Klare Außenseiter rechnen sich bisweilen insgeheim Siegchancen aus. So auch unsere 1. Herren vor dem Spiel beim TSV Deggendorf II, dem in dieser Saison erlesen besetzten Drittliga-Unterbau.

 

Die Kalkulation: Eine eigene Topleistung muss her, das war klar.  Schwächephasen des TSV und eine mögliche Überheblichkeit des Favoriten gehören bestraft. Am Netz wird man nicht mithalten können, also muss man versuchen, sich mit druckvollen Aufschlägen Vorteile zu verschaffen. - Die Wirklichkeit: Die eigene Leistung war so medium. Der TSV leistete sich keine Schwächephasen oder Nachlässigkeiten und dominierte vom ersten bis zum letzten Punkt das Geschehen. Und die Idee von der Aufschlagshoheit währte genau bis zum Stand von 0:0 im ersten Satz. Dann nahm sich TSV-Zuspieler Markus Pielmeier den Ball und stellte mit fünf mächtigen Sprungaufschlägen auf 5:0. Auch seine Mitspieler brachten die Passauer Annahme immer wieder ins Wackeln. - Alle Pläne also ab in den Papierkorb. Nachdem man Im ersten Satz wenigstens noch in Teilen mithalten konnte, war anschließend Endstation.

 

In der Analyse war man sich schnell einig: "Wir hätten in diesem Match gerne ein Wörtchen mitgeredet, aber Deggendorf hat uns nicht mal die Luft zum Atmen gelassen", sagt Mittelblocker Mario Sperl. Auch Trainer Alex Grill musste den Klassenunterschied eingestehen: "Wir wollen ein guter Bezirksligist sein, der TSV ist deutlich zu stark für die Liga und wird im Normalfall ohne Punktverlust aufsteigen." Von der emotionalen Seite hingegen ließ sich das Spiel nicht so schnell abschütteln, denn - Umstände hin, Umstände her: Schon lange nicht mehr ist eine Passauer Männermannschaft derart verprügelt worden.

 

Und so war im folgenden Spiel gegen den VC Eitting die Verunsicherung förmlich spürbar, das Vertrauen der letzten Wochen wie weggeblasen: Hektik am Ball, schwere Beine, leichte Fehler en masse. Derart unkonzentriert wurde der dritte Satz trotz komfortabler Führung aus der Hand gegeben und beinahe auch noch Durchgang vier. Mit 27:25 rettete man sich ins Ziel. "Gottseidank. Den Tie-Break hätten wir heute sicher verloren.", atmete Zuspieler Martin Pöhls auf.

 

Am Ende eines turbulenten Spoieltags können die 1. Herren sich also glücklich schätzen, einen wichtigen Dreier eingefahren zu haben. Weitere Erkenntnis: Gerrit Eichinger feierte sein Debüt und zeigte trotz seiner sechsmonatigen Abstinenz vom Hallenvolleyball, dass er eine wichtige Verstärkung sein wird. (bs)


Tu felix America

Holubek verlässt Passau in Richtung L.A. - Würdiger Abschied: 1. Herren erringen Bezirkspokal

Wandert nach L.A. aus: Felix Holubek
Wandert nach L.A. aus: Felix Holubek

Bezirkspokal vom 28.10.

VF: Passau - Niederviehbach III 2:0 (21,9)

HF: Passau - Landshut 2:0 (18,20)

Finale: Passau - Bonbruck 2:0 (16,8)

 

(31.10.17) - Mit seinen erst 28 Lenzen ist VC-Angreifer Felix Holubek bereits ein Globebtrotter. 88 in Leipzig noch als Bürger der ehemaligen "Täterä" geboren, übersiedelte seine Famile alsbald in die nordwestdeutsche Tiefebene. Nach dem Abitur besuchte er Universitäten auf mehreren Kontinenten, in Kapstadt lernte er seine Alex kennen, mit der er sich soeben verlobt hat. Die künftige gemeinsame Heimat der beiden heißt nun Los Angeles, wo Alex' Familie zuhause ist. EIn Goodbye bei seinen Verwandten und alten Freunden in Oldenburg steht noch auf dem Programm, in ein paar Wochen geht es dann per One-Way-Ticket über den großen Teich.

 

Vom VC-DJK verabschiedete er sich mit einem sportlichen Triumph: Am Samstag führte er seine 1. Herren, in Vertretung des verhinderten Tom Täschner sogar als Kapitän, zum niederbayerischen Pokalsieg.

Daheim im ehrwürdigen Gymnasium Leopoldinum bescherte die Auslosung  bereits im Halbfinale das vorweggenommene Finale gegen die TG-VfL Landshut, der man vor kurzem im Ligaspiel knapp in fünf Sätzen unterlegen war. Die Revanche gelang überraschend eindeutig, denn Landshut erreichte diesmal nicht das gleiche Niveau wie vor Wochen, während auf Passauer Seite richtig Musik auf dem Feld war.

Die Finalisten VC-DJK Passau und SV Bonbruck präsentieren ihre Pokale
Die Finalisten VC-DJK Passau und SV Bonbruck präsentieren ihre Pokale

Im Endspiel wartete mit Bonbruck das Überraschungsteam des Turniers: Der SV eliminierte im Viertel- und Halbfinale die höherklassigen FC Fürstenzell und TSV Plattling und qualifizierte sich somit sensationell für den nächstjährigen Landespokal.  Gegen unsere Männer reichten die spielerischen Mittel erwartungsgemäß nicht aus. Der Titel blieb nach zwei klaren Sätzen in Passau und unter dem Jubel der Seinen konnte der scheidende Kapitän Holubek aus den Händen des Vereinsvorsitzenden Klaus Schachtner den Siegerpokal entgegennehmen.

 

Bei der abendlichen Feier mischten sich in das Freudengeheul nach und nach auch wehmütige Töne angesichts Felix' Abgang. Nicht nur zeigt er sich seit Monaten in sportlicher Topform, auch menschlich wird er eine Lücke hinterlassen. "Felix ist ein Unikum, immer direkt und verlässlich, ein Fels in der Brandung", so Teamkollege Ben Schriever. Der Gelobte gesteht das schlechte Timing seiner Demission ein: "Ich habe zähe Zeiten im VC durchgemacht. Und jetzt, wo es richtig vorangeht, sage ich tschüs. Das ist ärgerlich."  Seinem Team macht er aber Mut: "Die Jungs und die Trainer sind so stark, die werden das Ding auch ohne mich durchziehen!"

Diese These wollen die 1. Herren bereits am kommenden Samstag untermauern. Dann trifft man beim Spitzenspieltag der Bezirksliga auf den TSV Deggendorf II und den VC Eitting. Holubek wird in der Ferne mitfiebern und wäre nur allzu gern der erste Gratulant. (bs) 

 

Worte zum Abschied:

Felix ist ein Traum für jeden Trainer. (Alex Grill)

Sein Lieblingspass? "Einen halben Meter höher!" Ich werde ihn vermissen, unseren Abschiedsmensch. (Martin Pöhls)

Mim Mechanika Liadl ham ma am Felix as boarische supaschnei beibrocht! Oba Weißwiaschtlessn kon a bis heid no ned. (Tom Täschner)

Jetzt bin ich der einzige Ossi im Team. Das wird hart. (Flo Rückert)

Felix ist eine coole Sau. Sein "Schrei mich nicht an, ich muss jetzt den Ball reinhauen!" wird mir fehlen. (Jona Pieknik)

Rein sportlich ist ein Wechsel in die USA natürlich sinnlos. Aber manchem geht's halt nur ums Geld! (Phil Wrensch)

Jetzt bin ich der einzige Fischkopf im Team. Das wird hart. (Ben Schriever)

Mit ihm als Kapitän haben wir jeden einzelnen Satz gewonnen. Diese Bilanz wird unerreicht bleiben. (Peter Rauscher)


Langeweile zum Geburtstag

Linke Klebe von Flo Rückert
Linke Klebe von Flo Rückert

Bezirksliga Männer:

Passau- Steinach 3:0 (17,15,19) / Passau- Plattling 3:0 (9,13,20)

 

(22.10.17) - Am Freitag feierte Alex Grill in besinnlicher Runde seinen Geburtstag. Tags darauf beschenkten ihn seine Spieler. Allerdings überbrachten sie ihm kein knisterndes, großes Paket. Stattdessen: eine Gruppen-Bastelarbeit in Form von zwei unspektakulären Siegen gegen Steinach und Plattling. Emotional war es nicht, eher so gemütlich-gemeinschaftlich. "In meinem Alter vertrage ich keine Aufregung mehr, Das war prima von den Jungs", freute sich Grill.

 

Vom ersten Ballwechsel an machten die 1. Herren klar, wer Herr in der Dreifachhalle sein würde. Die spielerische Überlegenheit wurde in zwei ungefährdete 3:0-Siege umgemünzt. Das mag logisch klingen, war aber in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Zuspieler Pöhls hat oft genug erlebt, wie selbst hohe Führungen noch aus der Hand gegeben wurden. "Ob du der Favorit bist, ob du hoch führst: Das zählt nichts. Du musst den Fokus behalten. Das haben wir heute ganz gut hinbekommen", so das VC-Urgestein.

 

Da sich auch die Mitfavoriten TG-VfL Landshut und TSV Deggendorf II am Wochenende keine Blöße gaben, bleiben die H1 vorerst hinter den beiden und Überraschungstabellenführer VC Eitting auf Platz vier der Tabelle. Bereits am nächsten Spieltag bietet sich die Chance zum Überholmanöver, wenn Deggendorf, Eitting und Passau beim Top-Spieltag aufeinandertreffen. Gut möglich, dass es dann deutlich mehr knistert als diesmal - Grill hat jedenfalls vorsichtshalber bereits Nervennahrung eingepackt. Die Details für Fans: Spielbeginn ist am 4.11. um 14 Uhr in der Konrad-Adenauer-Str. (Dreifachhalle) in Deggendorf. Unsere Männer werden gegen 16 Uhr ins Geschehen eingreifen. (bs)

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Spieltag 1: Traumstart verpasst

Bezirksliga Männer: Passau - Altötting 3:1 (19,-22,20,16) / Passau - Landshut 2:3 (-21,16,-21,15,-13)

(2.10.17) - Die Leistung war okay, mit dem Ertrag haderten die VC-Männer nach dem Saisonauftakt in der heimischen Dreifachhalle. Nach dem 3:1 gegen den TV Altötting standen auch in der Partie gegen die TG-VfL Landshut die Zeichen auf Sieg, doch dann sprang der verzehrfertige Gegner noch aus der Pfanne.

Geburtstagskind Jonathan Pieknik setzt sich gegen den Altöttinger Block durch
Geburtstagskind Jonathan Pieknik setzt sich gegen den Altöttinger Block durch

Erster Gegner des Tages war mit Altötting ein Unbekannter. Der TV gehörte in den letzten Jahren der  oberbayerischen Staffel an und wurde nun nach Niederbayern querversetzt. Damit wurde die Lücke geschlossen, die die SG Saldenburg und der TSV Schönberg mit ihrem jüngsten Aufstieg in die Landesliga gerissen haben.

Durchgang eins ging trotz acht Aufschlagfehlern mit 25:19 an den VC. In Satz zwei hatte Altötting seine beste Phase und profitierte entscheidend von einer Serie mit 4 Annahmefehlern auf VC-Seite. Das Team von Trainer Alex Grill steigerte sich danach und fuhr ungefährdet die ersten drei Punkte ein. "Ein verdienter Sieg. Wir haben weniger Fehler gemacht als der Gegner und waren in Aufschlag und Annahme überlegen", so Grill zufrieden.

 

Im Anschluss wartete mit Landshut der Angstgegner schlechthin: Sechs Mal trafen beide VC-Herrenteams in der letzten Saison in Liga und Pokal auf die TG-VfL. Ernüchternde Bilanz: fünf (zum Teil klare) Niederlagen.

Vom ersten Ballwechsel wurde das Bestreben deutlich, diesen Fluch zu besiegen. Leidenschaftlich und kämpferisch ging das "Team vom Grill" zur Sache. Am Netz gelangen einige spektakuläre Blockaktionen, zudem konnten die Liberos Rauscher und Storch manch harten Angriff des Gegners entschärfen. Zuspieler Pöhls verteilte seine Pässe über alle Angreifer und keiner enttäuschte ihn. Es gelang eine homogene Mannschaftsleistung, wenn auch nicht frei von Fehlern und einer sich gelegentlich Bahn brechenden Nervosität. Einzig die Aufschläge, Paradeelement der Saisonvorbereitung, gerieten zu wenig druckvoll und zu unplatziert. "Da hätten wir den Landshutern noch viel mehr wehtun können", so VC-Kapitän Täschner.

Es entwickelte sich ein sehenswertes Match. Während auf Landshuter Seite viel auf den überragenden Angreifer Max Klassen zugeschnitten war, kam der VC mehr über seine Ausgeglichenheit. Nach je zwei deutlich gewonnenen und knapp verlorenen Sätzen fiel die Entscheidung standesgemäß im Tiebreak. Einen 2:6-Rückstand holte der VC auf, glich zum 8:8 aus, ging dann mit 13:11 in Führung. Der Traumstart war zum Greifen nah.  VC-Diagonalangreifer Holubek hatte die große Chance auf Punkt 14, doch die TG konnte seinen Ball verteidigen und versenkte den Gegenangriff. "Aber kein Vorwurf an Felix. Er hat eine ganz starke Leistung aufs Feld gebracht", stellt Täschner klar. Statt Matchbällen für Passau dann die letzte Wende des Tages: Drei unglückliche Aktionen auf VC-Seite später jubelte Landshut über einen glücklichen Auswärtssieg.

 

Erst deutlich nach Abpfiff war der Frust verraucht und im Verlauf des gemeinschaftlichen Abends waren wieder erste positive Töne zu hören. Zwar hatte man Annahmespieler Pieknik zu seinem 26. Geburtstag keine zwei Siege bescheren können, "aber deswegen war ja nicht alles scheiße", bemerkte Teamkollege Schriever. Auch der Trainer hatte die Sprache wiedergefunden: "Wenn mir vor den Spielen gegen die unbekannten Altöttinger und unseren Angstgegner Landshut jemand gesagt hätte, dass wir vier Punkte holen, wäre ich sehr einverstanden gewesen", so Grill. Der Presse wollte er seine Erkenntnisse aus dem Spieltag nicht mitteilen, "aber ich habe gesehen, was wir jetzt verstärkt trainieren müssen." Seine Spieler sinnen indes bereits auf Revanche. Kampfansage Rauscher: "Im Rückspiel ist Landshut fällig." (bs)

 

Für den VC spielten: Holubek, Pieknik, Pöhls, Rauscher, Schriever, Sperl, Storch, Täschner, Wrensch

 

Zitate:

"Das war ein geiles Spiel." (Landshut-Spieler Max Klassen nach dem Spiel)

"Es bewegt sich was." (H1-Trainer Grill zur Neuaufstellung der Männerteams in dieser Saison)

"Isst man die Schale mit?" (H1-Spieler Holubek beim morgendlichen Weißwurstfrühstück)


Passau rockt Eitting

(18.9.17) - Doppelsieg für unsere Bezirksligateams beim "Erl-Bockerl-Cup", dem Vorbereitungsturnier des VC Eitting: Unsere 1. Damen knüpften an ihre Serie von Testspielerfolgen an, besiegten im Halbfinale Ligakonkurrent Vilsbiburg III in drei Sätzen und im Endspiel Altenmarkt mit 2:0. Die Männerkonkurrenz entschieden die 1. Herren  mit 2:1 im Finale gegen Steinach für sich. Unsere 2. Damen belegten Rang 6 - ein Achtungserfolg für das Team, dass sich erst jüngst unter Trainer Kaltenecker komplett neu zusammengefunden hat. (bs)



Trainingslager der Männerteams in Tschechien

(14.9.17) - VC-Trainer Alex Grill steht auf Fernreisen mit seinen Mannen: "In unbekannten Gefilden kann der Zusammenhalt im Team noch den besonderen Kick bekommen." Daher sind seine 1. Herren in der Saisonvorbereitung Kurztrainingslager mit längeren Autofahrten bereits gewohnt. In letztem Jahr führte der Weg nach Bad Tölz, nun gut drei Stunden gen Norden ins tschechische Sokolov. Diesmal schlossen sich auch die 2. Herren von Coach Toby Marktscheffel an, sodass sich die Reisegruppe auf 18 Köpfe vergrößerte.

Sokolov, umgeben von durch jahrzehntelangen Braunkohleabbau gezeichnetem Brachland, erwies sich als überraschend schönes Städtchen. Das inmitten des malerischen Schlossparks gelegene "Parkhotel" als Domizil fand allerseits guten Anklang. Lediglich das Speisenmenü stieß nicht bei jedermann auf Gegenliebe. Für diese Kritik hatte das Personal jedoch flexible Lösungen parat: So erhielt etwa der eine VC-ler eine doppelte Portion und der andere kurzerhand eine Pizza.

In der Sporthalle absolvierten beide Teams insgesamt je vier Trainingseinheiten. H2-Trainer Marktscheffel musste sich dabei auf individuelles Arbeiten beschränken, da letzlich nur fünf seiner Aktiven die Reise angetreten hatten. Luis Ramires de Camargo und Stefan Wosnik mussten kurzfristig mit Krankheiten passen, andere weilten in Urlaub oder haben den Trainingsbetrieb noch nicht voll aufgenommen. Marktscheffel trug es mit Fassung und verwies auf den späten Saisonbeginn in der Bezirksklasse: "Auch mit fünf Mann war es eine gelungenes Wochenende. Der Rest wird jetzt nach und nach dazustoßen und am 21.10. werden wir schlagkräftig starten."

Ganz andere Optionen boten sich auf dem Nachbarfeld für Grill, dem sein Kader nahezu komplett zur Verfügung stand. Intensiv wurde an den Abläufen Block-Feldabwehr und Zuspiel-Angriff gefeilt. Nebenbei gewann Grill auch einen befriedigenden Eindruck vom Fitnessstand seiner Spieler. Lediglich Libero Storch blieb nach einer Spielform kurzzeitig am Boden liegen, Teamkollege Pieknik half ihm wieder auf die Beine. "Zusammenhalt und sportliche Leistung haben gepasst", bilanziert Grill. Sein Team sieht er voll im Zeitplan. "Wir haben jetzt noch drei Wochen Training und einige Testspiele. Die brauchen wir auch. Aber wir werden bereit sein", so Grill mit Blick auf den "Auftakt dahoam" am 30.9. in der Dreifachhalle.

Für Regeneration und Ablenkung vom anstrengenden Volleyballsport gab es in Sokolov unerwartet viele Optionen. Manch einer  entspannte beim Spaziergang entlang der Ententeiche im Schlosspark oder ließ sich von den dortigen Kunstwerken anregen. Andere schlenderten über das samstägliche Stadtfest oder bevölkerten Sauna und Whirlpool des Hotels. Am Freitagabend kehrte der gesamte Tross in der Kultkneipe "Jack's Legendary Pub" in der Fußgängerzone ein, einem echten Juwel mit Stil, herausragender Musik und bestem Service, vom Publikum gar nicht zu schweigen. Alle Voraussetzungen für einen rauschenden Abend waren gegeben. "Dort hätte man wirklich versacken können", merkte H1-Kapitän Täschner an. Doch angesichts des Trainings am kommenden Morgen siegte frühzeitig die Vernunft der Spieler.

Natürlich ließ man sich auch das ZDF-Sportstudio am Samstagabend nicht entgehen. Der Auftritt von Silber-Trainer Andrea Giani und Zuspieler Lukas Kampa war inspirierend für alle. Nebenbei bemerkt: Den aufmerksamen Zuschauern ist die folgende Frage von Carmen Müller-Hohenstein nicht entgangen: "Können Volleyballer richtig feiern?"

Fazit: Der Norden ist stets eine Reise wert! Ob der VC allerdings im nächsten Jahr nochmals Sokolov ansteuert, bleibt offen. Einerseits herrschten dort beste Bedingungen. Andererseits ist insbesondere Grill bekannt dafür, immer wieder neue Ziele anzusteuern. Man darf gespannt sein. (bs)

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Die Halle von innen / außen / bei der Arbeit
Die Halle von innen / außen / bei der Arbeit

Impressionen aus dem Parkhotel
Impressionen aus dem Parkhotel


Jack's Legendary Pub
Jack's Legendary Pub